Rosetta ist wieder wach

Wie ich vor knapp einem Jahr bereits schrieb, ist 2014 das Jahr der „Wiederauferstehung“ von Rosetta bzw. der Landung von Philae auf dem Kometen 67P/Tschurjumow-Gerassimenko:

Der erste Punkt auf der Agenda für 2014 ist seit heute erledigt. Nämlich das Wecken der Sonde, die sich zweieinhalb Jahre lang im Energiesparmodus befand. Das war notwendig, weil Rosetta im Gegensatz zu diversen anderen Raumfahrzeugen nicht über eine Radionuklidbatterie verfügt, sondern auf Sonnenenergie angewiesen ist. Da diese jedoch mit zunehmender Entfernung von unserem Zentralgestirn (derzeit rund 800 Millionen Kilometer) in immer geringerem Umfang zur Verfügung steht, mussten die Forscher bis auf weiteres so viele Systeme wie möglich herunterfahren, um die Sonde ans Ziel zu bringen. Ein Nebeneffekt des Energiesparmodus war des weiteren das drastische Auskühlen der Sonde. Sie musste sich auf Geheiß des Kontrollzentrums heute zunächst wieder aufwärmen, bevor sie die schlafenden Systeme wieder hochfahren, ihre eigene genaue Position ermitteln und wieder zurück an die Erde funken konnte.

Um 19:18 Uhr UTC+1 verzeichneten die Bodenstationen erstmals wieder ein Signal. Die Sonde wird nun Daten über den Zustand ihrer Systeme an die Erde funken. Sollten diese in Ordnung sein, versorgt die Sonde anschließend die wissenschaftlichen Instrumente wieder mit Energie und wird im März 2014 auch den Lander „Philae“ aktivieren. Er soll im November 2014 auf dem Kometen landen.

(Wird fortgesetzt)